Kurztrip München: Sehenswürdigkeiten
In München treffen moderne Technologieunternehmen auf jahrhundertealte Traditionen, bayerische Gemütlichkeit auf Hochkultur und internationales Flair. Für einen Kurztrip von zwei bis drei Tagen lohnt sich die Innenstadt. Die meisten bekannten Sehenswürdigkeiten liegen dort dicht beieinander und sind zu Fuß erreichbar. Der Marienplatz ist der ideale Ausgangspunkt für einen Rundgang.
Marienplatz
Der Marienplatz ist das Herz der Münchner Altstadt und seit Jahrhunderten der zentrale Treffpunkt der Stadt. In der Mitte des Platzes steht die Mariensäule. Sie trägt eine goldene Marienfigur und wurde zum Dank für das Ende der Schwedenbesatzung errichtet. Sie gilt bis heute als eines der wichtigsten Wahrzeichen Münchens.
Das Neue Rathaus am Ostende des Platzes ist eines der bekanntesten Gebäude der Stadt. Seine neugotische Fassade mit dem berühmten Glockenspiel lockt täglich zahlreiche Besucher an. Das Glockenspiel läuft mehrmals täglich und zeigt Szenen aus der Münchner Geschichte, darunter den Schäfflertanz und ein Ritterturnier. Wenn Sie den Platz überqueren, werfen Sie auch einen Blick auf das Alte Rathaus am westlichen Ende. Es beherbergt heute unter anderem ein Spielzeugmuseum.
Vom Marienplatz aus sind viele weitere Ziele in wenigen Gehminuten erreichbar. Die Fußgängerzone rund um den Platz ist dicht mit Geschäften, Cafés und Restaurants bestückt, sodass sich hier auch ein gemütlicher Bummel anbietet.
Frauenkirche und St. Peter
Die Frauenkirche mit ihren beiden markanten Zwiebeltürmen prägt die Münchner Stadtsilhouette und ist von weitem sichtbar. Das Gotteshaus aus der Spätgotik ist das Wahrzeichen der Stadt und sollte bei einem Besuch nicht fehlen. Im Inneren findet sich der sogenannte Teufelstritt, eine Fußabdruck-Vertiefung im Boden des Eingangsbereichs. Einer alten Sage nach soll der Teufel an dieser Stelle gestanden haben, als die Kirche fertiggestellt wurde. Da von dort aus keines der Kirchenfenster zu sehen war, habe er vor Freude aufgestampft und dabei diesen Abdruck hinterlassen.
Nur wenige Schritte vom Marienplatz entfernt steht die Pfarrkirche St. Peter, die von den Münchnern liebevoll „Alter Peter" genannt wird. Sie gilt als das älteste Kirchengebäude der Stadt. Wenn Sie den Turm besteigen, haben Sie einen weiten Blick über die Dächer der Altstadt bis hin zum Alpenvorland. An klaren Tagen sind sogar die Berggipfel der Alpen zu erkennen. Der Aufstieg ist anstrengend, aber die Aussicht entschädigt für die Mühe.
Viktualienmarkt und Hofbräuhaus
Direkt am Marienplatz liegt der Viktualienmarkt. Er ist täglich geöffnet und bietet eine große Auswahl an Lebensmitteln, Blumen und Souvenirs. Zwischen den Ständen stehen mehrere kleine Brunnen, die bekannten Münchner Originalen gewidmet sind, darunter dem Komiker Karl Valentin, seiner Partnerin Liesl Karlstadt und dem Volkssänger Roider Jackl. Der Markt eignet sich gut für eine Pause mit einer Brotzeit oder einem frisch gepressten Saft.
Wenn Sie typisch bayerische Atmosphäre suchen, finden Sie sie im Hofbräuhaus am Platzl, nur wenige Gehminuten vom Marienplatz entfernt. Das berühmte Bierhaus zieht seit Jahrhunderten Gäste aus aller Welt an und bietet neben Bier und bayerischen Spezialitäten auch Live-Musik. Wenn Sie es ruhiger mögen, weichen Sie auf einen der vielen Biergärten der Stadt aus, etwa im Englischen Garten.
Englischer Garten und weitere Ziele
Der Englische Garten ist eine der größten innerstädtischen Parkanlagen der Welt und liegt am nordöstlichen Rand der Altstadt. An warmen Tagen strömen Einheimische und Besucher an den Eisbach, einen Seitenarm der Isar, der durch den Park fließt. Am Ufer lässt es sich gut liegen und die Sonne genießen. Im Seehaus am Kleinhesseloher See, mitten im Park, gibt es einen Biergarten mit Blick aufs Wasser, in dem sich eine Maß Bier und eine Weißwurst gut verkosten lassen.
Ebenfalls einen Besuch wert ist die Residenz, das ehemalige Stadtschloss der Wittelsbacher. Der weitläufige Gebäudekomplex zwischen Hofgarten und Theatinerkirche beherbergt mehrere Museen und Prunkräume. Er lädt zu einem Rundgang durch die bayerische Geschichte ein. Die benachbarte Theatinerkirche mit ihrer gelben Fassade diente dem Herrscherhaus als Grablege und beeindruckt durch ihren hellen Innenraum.
Für Technikinteressierte bietet sich das Deutsche Museum auf der Museumsinsel an, eines der größten Wissenschafts- und Technikmuseen der Welt. Wenn Sie lieber draußen unterwegs sind, können Sie im Olympiapark spazieren gehen, der für die Olympischen Spiele angelegt wurde. Und wenn Sie die Stadt aus einer ungewöhnlichen Perspektive sehen möchten, können Sie am Valentin-Musäum vorbeischauen, das dem Humoristen Karl Valentin gewidmet ist und mit skurrilen Exponaten überrascht.