Kurzurlaub mit Hund: Was Sie bei der Planung beachten sollten
Ein Kurzurlaub mit Hund gelingt, wenn Sie vor der Buchung drei Punkte klären: ob die Unterkunft Hunde aufnimmt, ob Ihr Hund die Reisebedingungen erfüllt und welche Regeln am Zielort gelten. Wer das früh prüft, vermeidet typische Probleme: eine Unterkunft, die den Hund ablehnt, fehlende Papiere an der Grenze oder ein Ausflug, der an der Leinenpflicht scheitert.
Der Aufwand lohnt sich, denn viele Ziele sind hundefreundlich – die Dolomiten etwa heißen Hunde in vielen Unterkünften willkommen, und ein großer Teil der Wanderwege ist mit Hund begehbar.
Unterkunft und Ziel klären
Die wichtigste Frage vor der Buchung ist, welche Regeln für Hunde in der Unterkunft gelten. Fragen Sie vor der Reservierung konkret nach: Ist der Hund in allen Zimmern erlaubt oder nur in bestimmten, kostet er einen Aufpreis, gibt es einen eingezäunten Garten und gelten Ruhezeiten? Klären Sie auch, ob der Hund auf Möbel oder ins Bett darf. Viele Vermieter schreiben ihre Regeln in die Hausordnung. Was dort nicht steht, führt vor Ort zu Missverständnissen.
Bei der Zielwahl lohnt ein Blick auf die Region. Die Dolomiten gelten als besonders hundefreundlich: Viele Wanderwege eignen sich für Hunde, und in Bergbahnen sowie Hütten gelten klare Regeln, die Sie vorab prüfen sollten. Wer mit Hund wandern will, informiert sich vorher, ob Hunde in den Bahnen erlaubt sind, ob eine Leinenpflicht besteht und ob die Hütten Hunde aufnehmen. Das erspart vor Ort böse Überraschungen.
Reisebestimmungen fürs Ausland prüfen
Reisen Sie mit dem Hund in ein anderes EU-Land, gelten EU-weite Regeln. Der Hund braucht einen EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung. Dazu kommt ein Mikrochip. Eine klar lesbare Tätowierung, die vor dem 3. Juli 2011 gesetzt wurde, ersetzt den Mikrochip. Kommt der Hund aus einem Nicht-EU-Land, verlangen die Behörden in den meisten Fällen zusätzlich einen Tollwut-Antikörpertiter-Test. Ein amtlicher Tierarzt muss bestätigen, dass der Hund reisefähig ist. Für Reisen nach Finnland, Irland, Malta, Norwegen oder Nordirland kommt eine Behandlung gegen den Fuchsbandwurm Echinococcus multilocularis hinzu. Fehlen diese Papiere, kann die Einreise verweigert werden. Prüfen Sie die Anforderungen vor der Buchung, nicht erst an der Grenze.
Anreise und Transport planen
Die Transportart bestimmt, welches Equipment Sie brauchen. Im Auto gehört der Hund gesichert, entweder in einer Transportbox oder mit einem Geschirr und Anschnallgurt. Die Box muss groß genug sein, damit der Hund stehen und sich drehen kann. Bei Bahn und Bus gelten je nach Verkehrsbetrieb eigene Regeln. Viele Anbieter verlangen einen Nachweis der Impfungen. Achten Sie außerdem auf das Stresslevel Ihres Hundes: Ein Hund, der schlecht Auto fährt, braucht regelmäßige Pausen. Ein unsicherer Hund fährt besser in der Box als frei im Kofferraum. Was im Einzelfall passt, hängt von der Gesundheit des Tieres ab. Besprechen Sie das bei Bedarf mit dem Tierarzt.
Was in die Hundetasche gehört
Die Packliste richtet sich nach Fell und Ziel. Hunde ohne Unterwolle, etwa viele kurzhaarige Rassen, brauchen in kühleren Regionen einen Mantel. Für die Fellpflege unterwegs reichen ein Kamm für langhaarige Rassen, eine Bürste für kurzhaarige und ein Massagehandschuh. Dazu kommen die üblichen Dinge: Futter für die gesamte Reisezeit, Wasser, ein faltbarer Napf, die Leine und der Impfpass. Verlassen Sie sich nicht darauf, am Zielort Futter zu kaufen. Die gewohnte Sorte gibt es dort nicht immer in der gleichen Zusammensetzung.
Regeln vor Ort beachten
Am Zielort gelten Regeln, die Sie vorab klären sollten. Viele Regionen haben eine Leinenpflicht, die nicht überall gleich ist. In den Dolomiten etwa müssen Hunde in bestimmten Gebieten an der Leine bleiben. Bergbahnen und Schutzhütten setzen eigene Bedingungen, manche nehmen Hunde nur mit Maulkorb oder gar nicht mit. Wer diese Regeln ignoriert, riskiert Einschränkungen oder Bußgelder. Fragen Sie in der Unterkunft nach den örtlichen Vorschriften oder informieren Sie sich bei der Tourismusinformation, bevor Sie die erste Wanderung starten.