Kurzurlaub mit Baby: Ideen, Tipps und Checkliste für entspannte Tage
Ein Kurzurlaub mit Baby gelingt am besten, wenn die Reise den Alltag des Kindes berücksichtigt. Eine kurze Anfahrt, eine ruhige Unterkunft mit getrenntem Schlafbereich und höchstens ein fester Programmpunkt pro Tag entlasten Eltern und Baby. Dafür eignen sich viele Ziele in Deutschland: die Ostsee, ein See, die Lüneburger Heide, das Allgäu oder ein Bauernhof.
Ein allgemeines Mindestalter für die erste Reise gibt es nicht. Entscheidend sind der Gesundheitszustand des Babys, die Länge der Anreise, die medizinische Versorgung am Zielort und die Frage, ob Eltern mit einem flexiblen Tagesablauf gut zurechtkommen.
Ist ein Kurzurlaub mit Baby sinnvoll?
Zwei bis vier Nächte sind für Familien ein überschaubarer erster Urlaub. Die Anreise bleibt kurz, das Gepäck fällt geringer aus und Eltern können leichter auf Schlaf- und Essenszeiten reagieren. Bei einer Ferienwohnung lässt sich außerdem schnell feststellen, welche Ausstattung im Urlaub wirklich fehlt.
Für einen gelungenen Kurzurlaub sollten Eltern ihre Erwartungen anpassen:
- Ein geplanter Ausflug pro Tag reicht aus.
- Schlaf- und Fütterungszeiten bleiben wichtiger als feste Öffnungszeiten.
- Eine Unterkunft mit Rückzugsmöglichkeit erleichtert frühe Schlafenszeiten.
- Ein Supermarkt, eine Apotheke und eine Arztpraxis sollten erreichbar sein.
- Für schlechtes Wetter gehört eine Alternative zum Reiseplan.
- Wege und Ausflugsziele sollten mit Kinderwagen oder Babytrage funktionieren.
Ein Urlaub mit Baby wird dadurch nicht ereignisreicher, sondern leichter planbar. Die freie Zeit entsteht oft durch kurze Wege, Selbstversorgung und weniger Ortswechsel.
Die besten Reiseziele für einen Kurzurlaub mit Baby
Ostsee und Nordsee
Die deutsche Küste passt zu Familien, die Spaziergänge, frische Luft und einen ruhigen Tagesrhythmus suchen. Orte mit Promenade, kurzen Wegen und guter Infrastruktur sind für einen Kurzurlaub geeigneter als abgelegene Strandabschnitte ohne Einkaufsmöglichkeit.
An der Ostsee bieten sich beispielsweise Usedom, Rügen und Fehmarn an. Zwischen Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf verläuft eine lange Strandpromenade, die sich für Spaziergänge mit Kinderwagen eignet. Für Sand und unebene Strandabschnitte ist eine Babytrage häufig praktischer.
Auch die Nordseeküste verbindet Spazierwege mit familienfreundlichen Unterkünften. Deiche, Inseln und Strandabschnitte laden zu kurzen Ausflügen ein. Wind und wechselhaftes Wetter gehören allerdings zur Reiseplanung. Eine winddichte Jacke, ein Regenschutz für den Kinderwagen und eine wärmende Schicht für das Baby sollten unabhängig von der Jahreszeit ins Gepäck.
Geeignet für:
- Spaziergänge am Wasser
- ruhige Tage in einer Ferienwohnung
- Kurzreisen im Frühjahr und Herbst
- Familien, die viel Zeit im Freien verbringen möchten
Vor der Buchung prüfen:
- Ist der Weg zur Promenade mit Kinderwagen befahrbar?
- Gibt es einen Aufzug oder ein ebenerdiges Zimmer?
- Wie weit liegen Supermarkt und Apotheke entfernt?
- Steht ein Reisebett in der Unterkunft bereit?
Urlaub am See
Liegt die Küste zu weit entfernt, ist ein See eine gute Alternative. Der Chiemsee, Tegernsee, Starnberger See, Walchensee und die Müritz verbinden Uferwege mit Landschaft und Ausflugszielen.
Die Müritz eignet sich besonders für Spaziergänge mit Kinderwagen, Fahrrad oder Babytrage. Rund um den größten Binnensee Deutschlands finden Familien unterschiedliche Wege und Orte mit gastronomischen Angeboten. Auch am Chiemsee oder Starnberger See lassen sich kurze Spaziergänge mit einem Cafébesuch oder einem Strandbad verbinden.
Bei einem Aufenthalt am See sollte der Zugang zum Wasser trotzdem sicher geplant werden. Ein Baby braucht am Ufer jederzeit unmittelbare Aufsicht. Für heiße Tage sind Schattenplätze und Innenräume wichtig, weil sich ein Kinderwagen in der Sonne schnell aufheizt.
Geeignet für:
- kurze Wege durch flaches Gelände
- Spaziergänge und Bootsausflüge
- Ferienwohnungen mit Küche
- Familien, die Natur und Gastronomie verbinden möchten
Lüneburger Heide
Die Lüneburger Heide eignet sich für Familien, die einen ruhigen Kurzurlaub in ländlicher Umgebung suchen. Spazierwege, Radwege und kleine Ausflugsziele ermöglichen einen flexiblen Tagesablauf. Eine Begegnung mit Heidschnucken ist für ältere Geschwister interessant, während Eltern mit Baby die Landschaft in kurzen Etappen erkunden können.
Nicht jeder Heideweg eignet sich für einen Kinderwagen. Vor der Buchung und vor längeren Ausflügen sollten Eltern die Wegbeschaffenheit prüfen. Eine Babytrage ergänzt den Kinderwagen, wenn sandige oder schmale Wege zum Ziel gehören.
Der Heidepark bei Soltau bietet sich für Familien mit älteren Kindern an. Für ein Baby stehen dort vor allem Ruhebereiche, Spaziergänge und familiengeeignete Angebote im Vordergrund. Ein ganzer Tag im Freizeitpark ist mit einem Säugling selten nötig.
Allgäu und Voralpen
Das Allgäu verbindet Bauernhöfe, Seen und leichte Spazierwege. Für einen Kurzurlaub mit Baby sollten Eltern einen Talort oder eine gut zugängliche Unterkunft wählen. Anspruchsvolle Bergwanderungen, steile Wege und häufige Ortswechsel erschweren den Alltag mit Kinderwagen.
Ein Bauernhof im Allgäu eignet sich, wenn die Unterkunft ausreichend Platz und eine Küche bietet. Eltern können den Tag mit einem kurzen Rundgang, einer Mahlzeit in der Ferienwohnung und einer Ruhepause gestalten. Tiere, Teiche, Treppen und offene Hofbereiche sollten bei der Buchung angesprochen werden.
Geeignet für:
- Familien, die Natur und Ruhe suchen
- Ferien auf dem Bauernhof
- leichte Spaziergänge
- Wellnessangebote in einer passenden Unterkunft
Mittelgebirge und Naturregionen
Der Schwarzwald, die Rhön, der Harz und die Eifel bieten viele kurze Wege und landschaftliche Ausflugsziele. In der Eifel lassen sich beispielsweise Spaziergänge an Vulkanmaaren mit einem Aufenthalt in einem kleinen Ort verbinden. Im Bayerischen Wald bieten der Große Arbersee und familienfreundliche Naturangebote abwechslungsreiche Ziele.
Eltern sollten die Strecke vorab auf Steigungen, Untergrund und Rastmöglichkeiten prüfen. Ein Weg, der auf der Karte kurz aussieht, kann mit Kinderwagen durch Wurzeln, Stufen oder Schotter deutlich anstrengender werden.
Kleine Städte mit Park und Kultur
Auch ein Städtetrip ist mit Baby möglich, wenn die Stadt kompakt ist und die Unterkunft zentral liegt. Parks, Cafés und einzelne Museen sorgen für Abwechslung, ohne dass die Familie den ganzen Tag unterwegs sein muss.
Kopfsteinpflaster, Lärm und kleine Hotelzimmer können den Aufenthalt erschweren. Ein Apartment oder Hotelzimmer mit getrenntem Schlafbereich bietet mehr Ruhe als ein Einraumzimmer direkt über einem Restaurant.
Welche Unterkunft eignet sich für Familien mit Baby?
Ferienwohnung oder Apartment
Eine Ferienwohnung ist für viele Familien die praktischste Wahl. Eine Küche, flexible Essenszeiten und ein eigener Wohnbereich erleichtern den Tagesablauf. Wenn das Baby früh schläft, können Eltern den Abend im Wohnraum verbringen.
Bei der Buchung sollten Eltern konkret nachfragen:
- Gibt es ein separates Schlafzimmer?
- Steht ein Beistellbett oder Reisebett bereit?
- Sind Hochstuhl und Wickelmöglichkeit vorhanden?
- Gibt es einen Kühlschrank und eine Möglichkeit, Nahrung zu erwärmen?
- Ist die Unterkunft mit Kinderwagen erreichbar?
- Gibt es eine Waschmaschine oder einen Waschservice?
- Liegt das Schlafzimmer an einer ruhigen Seite des Hauses?
- Sind Treppen, Balkone, Teiche oder offene Gewässer gesichert?
Ein offener Einraum-Grundriss wirkt auf Fotos großzügig, bietet Eltern am Abend aber wenig Rückzug, wenn das Baby schläft.
Familienhotel
Ein Familienhotel nimmt Eltern Arbeit ab, wenn die angebotene Ausstattung tatsächlich vorhanden ist. Der Begriff „familienfreundlich“ sagt allein wenig über den konkreten Service aus.
Sinnvolle Leistungen sind:
- Babybett oder Beistellbett
- Hochstuhl
- Wickelauflage
- Fläschchenwärmer
- Kühlschrank
- Waschmöglichkeit
- Verleih eines Kinderwagens oder einer Babytrage
- flexible Essenszeiten
- ruhiger Speiseraum
- Zimmer mit getrennten Schlafbereichen
- kurze Wege zu Restaurant und Außenbereich
Eltern sollten jede Leistung vor der Buchung bestätigen. Babyphone, Kinderbetreuung, Bollerwagen oder Fläschchenwärmer gehören nicht automatisch zu jedem Familienhotel.
Wellnesshotel
Ein Wellnesshotel eignet sich mit Baby, wenn die Eltern auch ohne umfassende Kinderbetreuung Erholung finden. Vor der Buchung sollte klar sein, ob Babys im Wellnessbereich zugelassen sind und ob Anwendungen flexibel verschoben werden können.
Wichtig sind außerdem:
- ein ruhiges Zimmer abseits von Restaurant- und Veranstaltungsräumen
- kurze Wege zum Zimmer
- ein separater Ruheraum
- flexible Essenszeiten
- ein Babybett
- klare Regeln für Pool und Sauna
Ein Pool macht ein Hotel nicht automatisch babygerecht. Am Wasser bleibt eine erwachsene Person jederzeit für die unmittelbare Aufsicht verantwortlich.
Anreise mit Baby planen
Mit dem Auto
Das Auto bietet Platz für Kinderwagen, Reisebett und zusätzliche Kleidung. Eltern können Pausen spontan einlegen und die Abfahrtszeit an den Schlafrhythmus anpassen.
Der ADAC empfiehlt für Fahrten mit Kindern höchstens etwa 500 Kilometer am Tag. Mit einem Baby sollten Eltern spätestens alle 1,5 bis 2 Stunden eine Pause einplanen, bei Unruhe, Hunger oder Hitze früher. Während der Pause wird das Baby gewickelt, gefüttert und aus der Babyschale genommen. Wickeln und Füttern während der Fahrt sind keine sichere Lösung.
Für eine entspannte Fahrt helfen:
- Ziel innerhalb weniger Stunden auswählen.
- Abfahrtszeit an Schlaf- oder Fütterungszeiten anpassen.
- Einen Rastplatz mit Wickelmöglichkeit vorab suchen.
- Eine Wickeltasche griffbereit im Innenraum verstauen.
- Wechselkleidung, Spucktücher und Nahrung nicht im Kofferraum verpacken.
- Bei längeren Strecken eine Übernachtung einplanen.
Kinder unter zwölf Jahren oder unter 150 Zentimetern Körpergröße müssen in Deutschland grundsätzlich in einem geeigneten Kinderrückhaltesystem gesichert werden. Die Babyschale muss zum Gewicht und zur Größe des Kindes passen und korrekt im Fahrzeug montiert sein. Zusätzliche, nicht zugelassene Polster gehören nicht in die Babyschale.
Bei Hitze sollten Eltern möglichst in den kühleren Morgen- oder Abendstunden fahren und sich bei der Innenraumtemperatur an etwa 22 bis 24 Grad orientieren. Die Klimaanlage sollte das Baby nicht direkt anblasen, und ein Kind darf niemals allein im Auto zurückbleiben.
Mit der Bahn
Die Bahn ist für Ziele mit wenigen Umstiegen eine gute Möglichkeit. In ICE-Zügen und den meisten IC- und EC-Zügen gibt es Kleinkindabteile oder Kleinkindbereiche. Sie bieten mehr Platz und teilweise eine Wickelmöglichkeit.
Eltern sollten:
- Sitzplätze möglichst früh reservieren
- bei der Buchung ein Kind im Alter von null bis fünf Jahren angeben
- das Kleinkindabteil oder den Familienbereich auswählen
- mindestens 15 Minuten für Umstiege einplanen
- einen Kinderwagenstellplatz frühzeitig prüfen
- eine Babytrage für Bahnsteige und den Einstieg mitnehmen
- Nahrung und Wickelsachen in einer kleinen Tasche verstauen
Kinder von null bis fünf Jahren reisen im Fernverkehr der Deutschen Bahn kostenfrei. Zusätzliche Leistungen wie eine bestimmte Sitzplatzreservierung oder ein besonderer Service können eigenen Regeln folgen.
Mit dem Flugzeug
Ein Flug lohnt sich für einen Kurzurlaub vor allem dann, wenn er gegenüber Auto oder Bahn einen deutlichen Zeitvorteil bringt. Flughafenwege, Sicherheitskontrollen, Wartezeiten, Gepäck und der Transfer am Ziel gehören zur Gesamtreisezeit.
Die Altersregeln unterscheiden sich je nach Fluggesellschaft. Manche Airlines akzeptieren Babys ab 48 Stunden, viele verlangen ein Mindestalter von etwa ein bis zwei Wochen. Die konkrete Vorgabe der Fluggesellschaft ist verbindlich.
Für die Reise sollten Eltern klären:
- Welches Reisedokument braucht das Baby?
- Darf der Kinderwagen bis zum Flugzeug mitgenommen werden?
- Ist ein Babybett verfügbar und reservierbar?
- Wie viel Handgepäck darf für das Baby mitgenommen werden?
- Welches Kinderrückhaltesystem ist zugelassen?
- Wie wird Nahrung beim Sicherheitscheck behandelt?
Bei vielen Fluggesellschaften dürfen Kinder unter zwei Jahren auf dem Schoß einer erwachsenen Person reisen; ein eigener Sitzplatz mit zugelassenem Rückhaltesystem bietet mehr Sicherheit und Komfort. Bei Start und Landung können Stillen, Fläschchen oder ein Schnuller den Druckausgleich unterstützen. Bei einer Mittelohrentzündung sollten Eltern eine Flugreise ärztlich abklären.
Ab wann kann man mit einem Baby verreisen?
Ein festes Mindestalter für den ersten Urlaub gibt es nicht. Ein gesundes, reif geborenes Baby kann grundsätzlich früh mit den Eltern verreisen, wenn die Reise kurz und gut vorbereitet ist.
Zurückhaltung ist bei langen Autofahrten in den ersten drei Lebensmonaten sinnvoll. Bei Frühgeburtlichkeit, Atemwegsproblemen, Herzproblemen oder anderen Erkrankungen sollten Eltern vor der Reise die Kinderärztin oder den Kinderarzt fragen.
Für die Entscheidung zählen mehrere Punkte:
- Ist das Baby gesund?
- Wie lange dauert die Anreise?
- Gibt es am Ziel eine Kinderarztpraxis oder ein Krankenhaus?
- Wie gut können Eltern Pausen einlegen?
- Ist die Unterkunft ruhig und hygienisch?
- Sind Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen berücksichtigt?
- Haben Eltern einen Plan für Medikamente und Notfälle?
Für Auslandsreisen sollten Eltern außerdem die Einreisebestimmungen des Ziellandes prüfen. Das Baby braucht ein eigenes gültiges Reisedokument. Der Kinderreisepass wurde in Deutschland am 1. Januar 2024 abgeschafft. Je nach Reiseziel kommen ein Personalausweis oder Reisepass infrage.
Sonne, Hitze und Baden
Babys reagieren empfindlicher auf Hitze als Erwachsene. Spaziergänge sollten an heißen Tagen in die Morgen- oder Abendstunden fallen. Zwischen 10 und 17 Uhr ist die stärkste Hitze möglichst zu vermeiden.
Wichtige Maßnahmen:
- Schatten aufsuchen und kühle Innenräume nutzen
- luftige Kleidung und eine Kopfbedeckung wählen
- den Nacken regelmäßig auf Wärme und Feuchtigkeit prüfen
- den Kinderwagen nicht mit einer dicken Decke vollständig abdecken
- direkte Sonne vermeiden
- das Baby niemals unbeaufsichtigt im Auto lassen
- am Wasser jederzeit unmittelbare Aufsicht gewährleisten
Bei gesunden Babys, die gestillt werden oder Säuglingsanfangsnahrung erhalten, ist zusätzliches Wasser bei Hitze normalerweise nicht erforderlich. Häufigeres Stillen oder Füttern nach Bedarf reicht in der Regel aus. Sobald weitere Breimahlzeiten eingeführt sind, wird zusätzliche Flüssigkeit wichtiger. Bei Unsicherheit hilft die Kinderarztpraxis weiter.
Was gehört auf die Packliste?
Grundausstattung
- Windeln und Feuchttücher
- Wickelunterlage
- mehrere Garnituren Kleidung
- Schlafsack oder vertraute Schlafkleidung
- Spucktücher und Lätzchen
- Stillzubehör oder Säuglingsnahrung
- ein vertrautes Einschlafobjekt
- Pflegeprodukte
- Fieberthermometer
- regelmäßig benötigte Medikamente
- Krankenversicherungskarte
- Impfpass und wichtige medizinische Unterlagen
Für die Unterkunft
- Reisebett, falls nicht vorhanden
- Babyphone
- kleine Nachtlampe
- Verdunkelungsmöglichkeit
- Fläschchenwärmer
- Hochstuhlaufsatz
- Waschmittel für Handwäsche
- vertraute Schlafsachen
Für unterwegs
- Kinderwagen mit Sonnenschutz
- Babytrage
- Regenschutz
- Autositz oder Babyschale
- mobile Wickelunterlage
- Wechselkleidung für Eltern und Baby
- Thermoskanne
- kleine Müllbeutel
- Nahrung und Trinkzubehör
Je nach Reiseziel
- Moskitonetz
- Sonnenschirm oder geeigneter Sonnenschutz
- warme Kleidung für die Küste
- rutschfeste Schuhe für ältere Geschwister
- Kühlmöglichkeit für empfindliche Nahrung
Eltern müssen nicht den gesamten Haushalt mitnehmen. Vor der Abreise lohnt sich ein Anruf bei der Unterkunft. Reisebett, Hochstuhl, Windeln oder Gläschen sind manchmal vorhanden oder am Zielort erhältlich.
Ein realistischer Tagesplan für drei Tage
Tag 1: Ankommen
- Abfahrt am Vormittag oder passend zum Schlafrhythmus
- eine längere Pause mit Wickeln und Füttern
- Check-in und Auspacken
- kurze Runde in der Umgebung
- frühes Abendessen
- keine weitere feste Aktivität
Tag 2: Ein Hauptausflug
- Frühstück ohne Zeitdruck
- Spaziergang am See, am Strand oder durch einen Park
- Mittagsschlaf in der Unterkunft oder im Kinderwagen
- freier Nachmittag
- Abendessen in der Unterkunft oder in einem Restaurant in der Nähe
Tag 3: Ruhiger Abschluss
- spätes Frühstück
- kurzer Spaziergang
- Abreise nach einer Schlaf- oder Fütterungspause
- keine zusätzlichen Ziele auf dem Rückweg einplanen
Diese Planung lässt Raum für Stillen, Fläschchen, Wickeln und spontane Pausen. Ein Programmpunkt pro Tag reicht bei einem Kurzurlaub mit Baby meistens aus.
Drei passende Reisebeispiele
Wochenende am See
Eine Ferienwohnung mit Küche liegt ein bis zwei Stunden vom Wohnort entfernt. Am Anreisetag bleibt die Familie in der Umgebung. Am zweiten Tag folgen ein Spaziergang am Ufer und ein Cafébesuch. Die Rückfahrt beginnt nach dem Frühstück oder nach dem ersten Mittagsschlaf.
Drei Tage an der Ostsee
Ein Apartment nahe einer Promenade reduziert Wege und erleichtert spontane Pausen. Die Familie plant Strandspaziergänge am Morgen und am frühen Abend, wenn Sonne und Wind weniger belastend sind. Für den Sand kommt die Babytrage zum Einsatz, für die Promenade der Kinderwagen.
Bauernhof im Allgäu
Die Familie bucht zwei oder drei Nächte mit Küche und separatem Schlafzimmer. Auf dem Programm stehen ein kurzer Hofrundgang und ein leichter Spaziergang im Tal. Ein dichtes Ausflugsprogramm entfällt. So bleiben Zeit für Schlafpausen und eine flexible Selbstversorgung.
Dokumente und Versicherung
Für Reisen innerhalb Deutschlands sollten Eltern die Krankenversicherungskarte und den Impfpass mitnehmen. Bei Auslandsreisen braucht jedes Kind ein eigenes gültiges Reisedokument. Vor der Buchung sollten die Einreisebestimmungen des konkreten Landes geprüft werden.
Für Reisen in EU-Staaten und weitere angeschlossene Länder braucht jedes Familienmitglied eine eigene Europäische Krankenversicherungskarte. Sie erleichtert den Zugang zu medizinisch notwendigen Leistungen des öffentlichen Gesundheitswesens nach den Regeln des jeweiligen Landes. Eine private Auslandskrankenversicherung ersetzt sie nicht und kann unter anderem beim Rücktransport oder bei privaten Behandlungen wichtig sein.
Zusätzlich sinnvoll sind:
- Adresse der Unterkunft
- Kontaktdaten einer Kinderarztpraxis am Zielort
- Liste regelmäßig benötigter Medikamente
- Notfallnummern
- Kopien wichtiger Dokumente
Häufige Fragen zum Kurzurlaub mit Baby
Wie viele Tage sollte ein Kurzurlaub mit Baby dauern?
Zwei bis vier Nächte eignen sich als überschaubarer Rahmen. Eine feste ideale Dauer gibt es nicht. Entscheidend sind Anreise, Gesundheitszustand des Babys und die Ausstattung der Unterkunft.
Wie lange darf ein Baby im Auto fahren?
Die Fahrt sollte regelmäßig unterbrochen werden. Eltern sollten spätestens alle 1,5 bis 2 Stunden pausieren und das Baby aus der Babyschale nehmen, bei Bedarf früher. Für einen Kurzurlaub ist ein Ziel mit kurzer Anreise die entspanntere Wahl.
Ist ein Hotel oder eine Ferienwohnung besser?
Eine Ferienwohnung bietet Küche, mehr Platz und flexible Essenszeiten. Ein Familienhotel kann Eltern durch Ausstattung und Verpflegung entlasten. Die bessere Wahl hängt davon ab, ob die Familie Selbstständigkeit oder Service bevorzugt.
Darf ein Baby fliegen?
Die meisten Fluggesellschaften erlauben Flüge mit Babys, legen aber unterschiedliche Altersgrenzen fest. Eltern sollten die Vorgaben der Airline prüfen und bei gesundheitlichen Problemen die Kinderarztpraxis einbeziehen.
Braucht ein Baby bei Hitze zusätzlich Wasser?
Gesunde gestillte Babys und Babys mit Säuglingsanfangsnahrung brauchen bei Hitze normalerweise kein zusätzliches Wasser. Häufigeres Füttern nach Bedarf reicht in der Regel aus. Bei eingeführter Beikost verändert sich der Flüssigkeitsbedarf.
Ist eine Reise mit einem drei Monate alten Baby möglich?
Ja, wenn das Baby gesund ist und die Reise gut zum Familienalltag passt. Eine kurze Anfahrt, regelmäßige Pausen und eine ruhige Unterkunft sind besonders wichtig. Bei Frühgeburtlichkeit oder Erkrankungen sollten Eltern vorher ärztlichen Rat einholen.
Was hilft, wenn das Baby im Urlaub schlecht schläft?
Vertraute Schlafsachen, ein ähnlicher Tagesrhythmus und ein abgedunkelter Schlafbereich helfen beim Ankommen. Eltern sollten für den ersten Abend keine feste Aktivität planen und dem Baby Zeit geben, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.