Kurzurlaub in München
München verbindet Großstadtflair mit bayerischer Gemütlichkeit. Die Innenstadt ist kompakt, und die meisten Sehenswürdigkeiten erreichen Sie zu Fuß. Wenn Sie von Freitag bis Sonntag oder Donnerstag bis Sonntag bleiben, können Sie die Innenstadt erkunden, in den Englischen Garten gehen und trotzdem abends im Biergarten in Ruhe essen. Planen Sie Anreise, Unterkunft und Tagesablauf gut, dann bleibt der Kurzurlaub entspannt.
Anreise mit Bahn, Auto oder Flugzeug
Aus vielen deutschen Städten erreichen Sie München gut mit der Bahn. Der Hauptbahnhof liegt nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt. Wer mit dem Auto kommt, findet in der Innenstadt nur wenige und teure Parkplätze. Parken Sie lieber am Stadtrand auf einem Park-and-Ride-Platz und nehmen Sie die U-Bahn. Den Flughafen München erreichen Sie vom Zentrum aus mit der S-Bahn; die Linien S1 und S8 fahren im Takt. Wenn Sie mit mehreren Personen unterwegs sind, lohnt sich ein Blick auf die Gruppentickets der Münchner Verkehrsgesellschaft. Sie sind an einem Tag günstiger als Einzeltickets.
Unterkunft: zentral oder ruhig?
Ein zentrales Hotel ist für einen Kurztrip praktisch. Sie starten morgens direkt und müssen nicht erst in die Stadt fahren. Am Hauptbahnhof gibt es viele Hotels in verschiedenen Preisklassen, aber nachts ist es dort lauter. Ruhiger wohnen Sie in Schwabing oder Haidhausen. Beide Stadtteile liegen nur wenige U-Bahn-Stationen vom Zentrum entfernt und haben eigene Kneipen und Cafés. Buchen Sie ein Hotel mit Frühstück, sparen Sie morgens Zeit und können den ersten Programmpunkt früher beginnen. Für ein langes Wochenende reicht ein einfaches, sauberes Zimmer. Den Großteil des Tages sind Sie ohnehin unterwegs.
Drei Tage München: ein realistischer Plan
Ein langes Wochenende hat drei volle Tage. Überladen Sie sie nicht mit zu vielen Stationen. Ein bewährter Plan: Am ersten Tag erkunden Sie die Altstadt mit Marienplatz, Frauenkirche und Viktualienmarkt. Am zweiten Tag folgen Englischer Garten und ein Biergarten. Am dritten Tag besuchen Sie ein Museum oder machen einen Ausflug in einen der umliegenden Orte. Dieser Rhythmus funktioniert, weil er Stadtbummel und Erholung abwechselt und Sie nicht jeden Tag mehrere Stunden laufen.
Beginnen Sie den Altstadt-Tag am Marienplatz. Dort steht das Neue Rathaus mit seinem Glockenspiel. Von dort sind es nur wenige Minuten zur Frauenkirche, deren Kuppeln das Stadtbild prägen. Wenn Sie gut zu Fuß sind, laufen Sie durch die Kaufingerstraße zum Stachus und dann über den Viktualienmarkt. Dort können Sie sich mittags eine Brotzeit holen. Am Nachmittag spazieren Sie an der Isar entlang vom Deutschen Museum bis zur Flaucher-Wiese.
Der Englische Garten ist einer der größten Stadtparks Europas und liegt direkt an der Innenstadt. Vom Odeonsplatz erreichen Sie ihn zu Fuß. Im Park finden Sie den Chinesischen Turm mit einem großen Biergarten und den Eisbach, wo Surfer die stehende Welle nutzen. Ein halber Tag im Park reicht für ein langes Wochenende völlig aus. Sie können dort picknicken, spazieren oder einfach auf einer Wiese liegen.
Am dritten Tag wählen Sie zwischen einem der großen Museen und einem Tagesausflug. Die Pinakotheken im Kunstareal zeigen europäische Gemälde vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Das Deutsche Museum erklärt Naturwissenschaft und Technik. Wenn Sie raus aus der Stadt wollen, erreichen Sie mit der S-Bahn den Starnberger See oder Dachau mit der KZ-Gedenkstätte. Beides schaffen Sie an einem Tag, wenn Sie früh aufbrechen.
Essen und Trinken: wo Einheimische hingehen
Für ein authentisches Münchner Essen müssen Sie nicht in ein teures Restaurant in der Innenstadt gehen. Die Biergärten sind die klassische Wahl. Sie bestellen an einem Schalter eine Maß Bier und eine Brotzeit mit Brezn, Obatzda oder Weißwurst. In den meisten Biergärten dürfen Sie auch eigene Speisen mitbringen. Das Hofbräuhaus am Platzl ist touristisch, aber wegen seiner Atmosphäre einen Besuch wert. Für ein ruhigeres Essen gehen Sie in die Viertel außerhalb der Altstadt, etwa in die Glockenbachviertel oder nach Haidhausen. Dort liegen kleine Wirtshäuser und moderne Küche nebeneinander.
Ein Tipp für den Vormittag: Die Weißwurst isst man traditionell vor zwölf Uhr, und viele Wirtshäuser servieren sie nur bis dahin. Wenn Sie also ein klassisches bayerisches Frühstück mit Weißwurst, Brezn und süßem Senf probieren möchten, planen Sie es für den ersten oder zweiten Tag ein. Die meisten Münchner Wirtshäuser haben durchgehend warme Küche, sodass Sie auch nachmittags etwas essen können.
Wetter und Kleidung: was Sie einpacken
Das Wetter in München ist wechselhaft. Auch im Sommer können kurze Regenschauer auftreten. Packen Sie deshalb immer eine leichte Jacke oder einen Regenschirm ein, auch wenn die Vorhersage sonnig ist. Im Winter wird es kalt, und die Temperaturen liegen oft um den Gefrierpunkt. Dann sind warme Schuhe und eine Mütze wichtig. Für den Biergarten-Besuch im Sommer reichen leichte Kleidung und eine Sonnenbrille, aber abends kann es auch im Juli kühl werden. Bequeme Schuhe sind das Wichtigste, weil Sie an einem langen Wochenende viele Kilometer zu Fuß zurücklegen.