Kurzurlaub in Holland

Vom Ruhrgebiet oder aus Norddeutschland stehen Sie in wenigen Stunden an der niederländischen Nordsee oder in einer historischen Stadt. Rund vier Millionen Deutsche reisen jährlich in die Niederlande; für ein langes Wochenende genügen drei bis vier Tage, um Amsterdam zu erkunden oder an der Küste abzuschalten.

Sie müssen sich zwischen Stadt und Meer entscheiden. Beides in einen Kurztrip zu packen, wird eng.

Städte für ein Wochenende

Amsterdam ist die größte Stadt des Landes und liegt in der Provinz Nordholland. Das Grachtennetz ist etwa 80 Kilometer lang. Eine Grachtenfahrt lohnt sich besonders, weil Sie die historischen Häuser und Brücken aus dem Wasser sehen. Für ein Wochenende buchen Sie am besten ein Hotel in der Nähe eines Grachtenrings, dann erreichen Sie die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß.

Utrecht ist eine gute Alternative, wenn Sie es ruhiger mögen. Die Altstadt ist kompakt und hat zweistöckige Grachtenkeller, in denen heute Cafés und Restaurants sitzen. Von Utrecht aus erreichen Sie Amsterdam mit dem Zug, die Unterkünfte sind günstiger als in der Hauptstadt.

Rotterdam hat moderne Architektur und den größten Hafen Europas. Wer sich für Baukunst interessiert, sieht die Würfelhäuser und den Markt Markthal. Rotterdam eignet sich, wenn Sie ein Wochenende mit Stadtbesichtigung und Hafenrundfahrt verbinden möchten.

Nordseeküste und Insel Texel

An der Nordseeküste gibt es lange Sandstrände, Dünen und kleine Badeorte. Sie eignen sich für einen Kurzurlaub mit Kindern oder für Spaziergänge bei Wind. Die Insel Texel lohnt sich besonders. Sie erreichen sie mit der Fähre von Den Helder aus. Auf Texel gibt es Strände, Radwege und ein Vogelreservat. Sie können es an einem Tag erkunden.

Wer lieber auf dem Festland bleibt, findet zwischen Den Haag und dem Hafen von IJmuiden mehrere Strände. Sie sind mit dem Zug oder Auto gut erreichbar. Beachten Sie: Das Nordseewasser bleibt kühl und das Wetter ist wechselhaft. Packen Sie winddichte Kleidung ein, auch im Sommer.

Anreise und Fortbewegung

Die Anreise mit dem Auto ist aus dem Westen und Norden Deutschlands unkompliziert. Die Entfernungen sind kurz. In den Innenstädten von Amsterdam, Utrecht und Rotterdam ist Parken teuer und knapp. Ein Park-and-Ride-Platz am Stadtrand lohnt sich, von dort fahren Sie mit Bus oder Straßenbahn weiter.

Mit der Bahn erreichen Sie Amsterdam von Köln mit dem Intercity. Innerhalb der Niederlande fahren die Züge häufig und pünktlich. Fahrkarten kaufen Sie über die App der niederländischen Bahn oder am Automaten. In den Städten ist das Fahrrad das schnellste Verkehrsmittel. Viele Hotels verleihen Räder.

In den meisten touristischen Gegenden sprechen die Niederländer gut Englisch. Mit Deutsch kommen Sie vor allem in Grenznähe weit. Ein paar niederländische Wörter wie "dank u wel" für danke öffnen viele Türen.

Unterkunft und Buchung

Für Wochenenden in Amsterdam buchen Sie früh. An Freitagen und Samstagen sind die Hotels oft ausgebucht und teuer. Eine günstige Alternative ist eine Unterkunft in Utrecht oder in einem Vorort. Von dort fahren Sie mit dem Zug in die Stadt. An der Küste finden Sie Ferienhäuser und kleine Pensionen. Sie eignen sich für Familien oder Paare, die Ruhe suchen.

Prüfen Sie bei der Buchung, ob die Unterkunft eine Touristensteuer verlangt. Sie ist in niederländischen Städten üblich und fällt pro Person und Nacht an. Die Beträge unterscheiden sich je nach Stadt. In Amsterdam liegen sie höher als in kleineren Orten.

Keukenhof und Mauritshuis

Der Keukenhof bei Lisse zeigt im Frühjahr Tulpen und andere Frühlingsblumen. Er ist nur von Ende März bis Mitte Mai geöffnet. Niederländische Gärtner kultivieren seit über 400 Jahren Blumen. Die Zwiebelfelder zwischen Den Haag und Alkmaar sind im April und Mai ein farbenfrohes Ziel für eine Radtour.

In Den Haag lohnt sich das Mauritshuis. Es zeigt Gemälde wie das Mädchen mit dem Perlenohrring. Das Museum ist klein und an einem halben Tag gut zu besichtigen. Wer nicht anreisen kann, findet auf der Website des Museums einen Online-Rundgang. Es gibt auch virtuelle Touren durch die Grachten von Amsterdam und die Windmühlen von Zaanse Schans.