Günstige Kurzreisen: So spart man beim Wochenendtrip

Drei Entscheidungen bestimmen, was ein Wochenendtrip kostet: das Reiseziel, der Buchungszeitpunkt und die Anreise. Wer beim Ziel flexibel ist, außerhalb der Hauptsaison bucht und bei Anreise und Verpflegung einfache Regeln beachtet, zahlt nur einen Bruchteil der Kosten eines klassischen Urlaubs.

Das richtige Ziel wählen

Das Reiseziel bestimmt den Preis stärker als jeder andere Faktor. Beliebte Städte wie Hamburg, Berlin oder München sind an Wochenenden regelmäßig ausgebucht, und die Hotelpreise steigen entsprechend. Wenn Sie stattdessen weniger bekannte Städte mit ähnlichem Angebot wählen, sparen Sie oft deutlich bei der Unterkunft. Leipzig statt Berlin, Bremen statt Hamburg oder Nürnberg statt München sind typische Beispiele, bei denen die Anreise kaum länger dauert, die Übernachtung aber deutlich günstiger ist.

Auch der Blick auf die Region lohnt sich. Viele mittelgroße Städte haben ein überraschend gutes kulturelles Angebot, das man an einem Wochenende gut erkunden kann. Museen, Altstädte und Gastronomie gibt es nicht nur in den Metropolen. Ein Blick auf die Tourismusseiten der jeweiligen Stadt zeigt schnell, ob das Programm zum eigenen Geschmack passt.

Den richtigen Zeitpunkt wählen

Der Reisezeitpunkt beeinflusst den Preis fast so stark wie das Ziel. Wochenenden in der Hauptsaison, an Feiertagen oder während großer Messen und Events sind teuer. Wer flexibel ist, weicht auf ruhigere Wochenenden aus. Besonders günstig sind die Monate November bis März, wenn die Nachfrage gering ist und viele Hotels mit Sonderpreisen locken.

Auch innerhalb des Wochenendes gibt es Unterschiede. Die Nächte von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sind am teuersten. Wenn Sie schon am Donnerstag anreisen und erst am Sonntag zurückfahren, zahlen Sie zwar eine zusätzliche Nacht, bekommen aber oft einen deutlich günstigeren Zimmerpreis pro Nacht. In manchen Städten ist die Donnerstagnacht sogar die günstigste der ganzen Woche, weil Geschäftsreisende fehlen.

Clever bei der Unterkunft sparen

Die Unterkunft ist der größte Einzelposten bei einem Wochenendtrip. Hier lohnt es sich, verschiedene Buchungswege zu vergleichen. Portale wie Booking.com oder HRS zeigen oft dieselben Hotels zu unterschiedlichen Preisen, weil sie unterschiedliche Provisionen verlangen. Ein direkter Vergleich lohnt sich also immer.

Wenn Sie ein paar Euro sparen wollen, buchen Sie außerhalb des Stadtzentrums. Eine Unterkunft am Stadtrand oder in einem Vorort ist oft deutlich günstiger, und die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Zentrum kostet nur wenige Euro.

Eine weitere Möglichkeit sind alternative Unterkunftsformen. Hostels bieten inzwischen oft auch private Zimmer mit eigenem Bad an, die deutlich günstiger sind als Hotels. Pensionen und Gästehäuser sind ebenfalls eine gute Option. Wenn Sie mit Freunden oder der Familie reisen, können Sie eine Ferienwohnung mieten und die Kosten teilen. Das lohnt sich besonders dann, wenn Sie selbst kochen möchten.

Die Anreise günstig gestalten

Die Anreise ist der zweite große Kostenblock. Bei mittleren Entfernungen ist die Bahn oft die günstigste Option, besonders wenn man früh bucht. Die Sparpreise der Deutschen Bahn sind an bestimmte Züge gebunden und werden günstiger, je früher man bucht. Wenn Sie flexibel sind und nicht zur Hauptreisezeit fahren, bekommen Sie für viele Strecken günstige Tickets.

Bei längeren Strecken lohnt sich ein Vergleich mit Fernbussen. Anbieter wie Flixbus bedienen fast alle größeren Städte zu Preisen, die oft unter denen der Bahn liegen. Die Fahrt dauert zwar länger, aber für einen Wochenendtrip ohne große Eile ist das eine gute Option.

Mit dem eigenen Auto zu fahren lohnt sich vor allem dann, wenn mehrere Personen mitfahren und man die Kosten teilt. Bei zwei oder mehr Personen ist das Auto oft günstiger als Bahn oder Bus, besonders wenn das Ziel abseits der Bahnstrecken liegt.

Flüge sind für Wochenendtrips innerhalb Deutschlands selten die günstigste Option, wenn man Anreise zum Flughafen, Wartezeit und Gepäckkosten einrechnet. Bei Zielen im Ausland können sie sich aber lohnen, besonders wenn man früh bucht und nur mit Handgepäck reist.

Vor Ort Kosten sparen

Auch am Reiseziel selbst lässt sich einiges sparen. Der größte Posten nach der Unterkunft ist die Verpflegung. Wenn Sie morgens im Supermarkt einkaufen und ein Picknick für unterwegs vorbereiten, sparen Sie gegenüber Restaurantbesuchen deutlich. Das heißt nicht, dass Sie auf lokale Küche verzichten müssen. Ein Mittagessen in einem einfachen Lokal kostet oft weniger als ein Abendessen im Touristenrestaurant, und die Qualität ist häufig besser.

Bei den Aktivitäten lohnt sich ein Blick auf die Angebote der Städte. Viele Museen haben an bestimmten Tagen freien Eintritt oder reduzierte Preise. Stadtführungen zu Fuß sind oft günstiger als Bustouren, und die öffentlichen Verkehrsmittel bieten in vielen Städten ein Tagesticket, das sich bei mehreren Fahrten schnell amortisiert.

Kostenfallen vermeiden

Ein paar typische Kostenfallen verteuern einen sonst günstigen Trip. Dazu gehört das Frühstück im Hotel, das oft überteuert ist. Wer stattdessen in einem Café oder Bäcker frühstückt, zahlt meist deutlich weniger. Auch die Minibar im Hotelzimmer ist eine klassische Falle, die man besser meidet.

Bei der Buchung über Portale sollte man auf versteckte Gebühren achten. Manche Anbieter verlangen Servicegebühren oder Reinigungspauschalen, die erst im letzten Buchungsschritt sichtbar werden. Ein Blick in die Preisdetails vor der Buchung hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.

Wenn Sie mit dem Auto anreisen, sollten Sie die Parkkosten einplanen. In vielen Innenstädten kosten Parkplätze mehrere Euro pro Stunde, und das summiert sich über ein Wochenende schnell. Besser ist es, das Auto am Stadtrand zu parken und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Viele Hotels bieten ihren Gästen allerdings kostenlose Parkplätze an, das sollten Sie bei der Buchung prüfen.