Küste und Inseln

Ostseeinseln für kurze Auszeiten

Je nach Ihren Interessen bieten sich für ein Wochenende an der Ostsee unterschiedliche Inseln an: Hiddensee bietet Ruhe und Wege ohne privaten Autoverkehr, Usedom verbindet Badeorte mit Seebrücke und Promenade. Auf Rügen können Sie an der Küste wandern und Orte mit bewegter Geschichte besuchen. Auch Fehmarn und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst lohnen sich, wenn Sie Natur, Kunst oder Wassersport suchen.

Hiddensee zu Fuß und mit der Kutsche

Hiddensee eignet sich für eine kurze Auszeit, bei der Sie viel draußen unterwegs sind. Private Autos sind auf der Insel nicht erlaubt; Inselbusse und Versorgungsfahrzeuge fahren dennoch. Nach der Überfahrt mit der Fähre können Sie die Insel zu Fuß erkunden oder eine Kutschfahrt buchen. Die Kutschen fahren ohne festen Fahrplan. Melden Sie Ihre Fahrt deshalb vorher an.

Auf Hiddensee steht der Leuchtturm Dornbusch. Im Leuchtturm führen 102 Stufen zur Galerie. Sie liegt etwa 20 Meter hoch. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten und Aushänge. Wer die Insel nur für ein Wochenende besucht, plant am besten eine Wanderung oder Kutschfahrt und den Leuchtturm als festen Programmpunkt ein.

Fischland-Darß-Zingst für Natur und Kunst

Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst können Sie Küstenlandschaft und Kultur verbinden. Am Hohen Ufer zwischen Wustrow und Ahrenshoop führt ein rund 2,6 Kilometer langer Weg durch eine hügelige Landschaft. Die Küste verändert sich durch Abbrüche und Erosion. Bleiben Sie deshalb auf freigegebenen Wegen und beachten Sie Absperrungen.

In Ahrenshoop können Sie den Spaziergang mit einem Besuch im Kunstmuseum verbinden. Die Künstlerkolonie, eine Gemeinschaft von Künstlern, zog unter anderem Paul Müller-Kaempff und Elisabeth von Eicken an. Das Museum zeigt Werke und die Geschichte dieser Künstlertradition. Auch Wassersport ist möglich. Bei Wind aus Südwest bis Nord eignet sich der Ort bei Ahrenshoop zum Surfen. Buhnen, Strömungen und Badegäste erfordern dabei besondere Aufmerksamkeit.

Usedom für Promenade und Seebrücke

Usedom bietet sich an, wenn Sie Badeorte und längere Spaziergänge verbinden möchten. In den Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin sehen Sie viele historische Villen und Seebrücken. Eine rund zwölf Kilometer lange Promenade verbindet die drei Orte mit dem polnischen Swinemünde.

Die Seebrücke in Heringsdorf ist 508 Meter lang und damit die längste Seebrücke Deutschlands. Teilen Sie die Strecke für ein Wochenende in mehrere Abschnitte auf. Sie können zum Beispiel zwischen zwei Kaiserbädern spazieren, die Seebrücke besuchen und Zeit am Strand verbringen. Usedom zählt zu den sonnenreichen Regionen Deutschlands; konkrete Angaben zu den jährlichen Sonnenstunden unterscheiden sich je nach Quelle und Bezugszeitraum.

Fehmarn für Vögel und Wassersport

Fehmarn ist eine gute Wahl für eine aktive Kurzreise mit dem Rad oder zu Fuß. Die 963 Meter lange Fehmarnsundbrücke verbindet die Insel mit dem Festland. An der Nordküste liegt der Grüne Brink, ein rund 134 Hektar großes Naturschutzgebiet. Auf markierten Wegen können Sie die Landschaft erkunden und Vögel beobachten; rund 170 Arten brüten, rasten oder überwintern dort.

Beachten Sie saisonale Sperrungen einzelner Strandbereiche. Die angrenzende Nördliche Seeniederung darf nicht betreten werden; Vögel können Sie dort vom Deich und Aussichtsturm aus beobachten. Auf Fehmarn können Sie auch kitesurfen. Planen Sie das getrennt vom Besuch des Schutzgebiets.

Rügen zwischen Küste und Geschichte

Rügen eignet sich für einen Kurztrip, bei dem Sie Natur und Geschichte verbinden möchten. Im Nationalpark Jasmund führen Wege durch Buchenwälder und zu den Kreideküsten. Badeorte wie Binz und Göhren bieten einen Kontrast dazu. Wählen Sie für ein Wochenende besser eine Region als Ausgangspunkt. So verlieren Sie bei Ausflügen nicht zu viel Zeit mit Fahrten.

In Prora steht ein rund 4,5 Kilometer langer Gebäudekomplex, der zwischen 1935 und 1939 als Seebad geplant und teilweise errichtet wurde. Der Komplex zeigt, wie groß das geplante Seebad werden sollte. Am nördlichen Inselrand können Sie am Kap Arkona Leuchttürme und Küstenwege erkunden. Der neue Leuchtturm ist 35 Meter hoch; zusammen mit der Steilküste liegt sein Standort 75 Meter über dem Meeresspiegel. Prüfen Sie vor der Anreise, welche Bereiche und Türme zugänglich sind.