Küste und Inseln

Günstiger Kurzurlaub an der Ostsee

Für ein paar Tage an der Ostsee finden Sie vor allem auf Campingplätzen und außerhalb der Hauptsaison günstige Angebote. Planen Sie neben Anreise und Verpflegung auch mögliche Strandgebühren und örtliche Abgaben für Gäste ein.

An den Stränden können Sie entspannen oder Wassersport treiben. Auch historische Hansestädte laden zu einem Besuch ein. Wenn Sie beim Reiseziel flexibel bleiben und eine Unterkunft passend zu Ihrem Budget wählen, lässt sich der Kurzurlaub gut planen.

In der Nebensaison sparen

Wenn Sie bei den Reisedaten flexibel sind, lohnt sich ein Blick auf die Neben- und Zwischensaison. Campingplätze sind dann teils günstiger als in den Ferienmonaten. Ein Beispiel: Auf dem Campingplatz Seeblick zahlen zwei Erwachsene mit Zelt, Pkw und Strom 2026 in den angegebenen Nebensaisonzeiten umgerechnet 30 Euro pro Nacht. In der Hauptsaison sind es 39 Euro. Der Preis gilt nur für diesen Platz. Zusatzkosten wie der Ostseecard-Beitrag oder Duschen sind nicht enthalten.

Auch bei Ferienwohnungen und Hotels hängen die Preise von Ort, Saison und Buchungszeitpunkt ab. Vergleichen Sie deshalb den Gesamtpreis für Ihren Aufenthalt und prüfen Sie, welche Leistungen enthalten sind. Last-Minute-Angebote sind möglich, aber nicht verlässlich verfügbar.

Strand und Wassersport planen

Für einen Badeurlaub bieten Orte wie Travemünde, Großenbrode und Graal-Müritz Sandstrände und das Flair eines Seebads. In Travemünde erstreckt sich der Strand über 4,5 Kilometer. Für bestimmte Strandabschnitte gilt vom 15. Mai bis 14. September eine Benutzungsgebühr; der Strand am Brodtener Ufer ist gebührenfrei. Prüfen Sie die Regelung für den Strandabschnitt, den Sie besuchen möchten. So wissen Sie vorher, welche Kosten anfallen.

Wer selbst aktiv werden möchte, findet an der Ostsee Surfgebiete, Kurse und Ausrüstungsverleih. Ein Anfängerkurs eignet sich, wenn Sie Windsurfen erst einmal ausprobieren möchten. Segeln ist eine weitere Möglichkeit: Mit dem nötigen Bootsführerschein können Sie eine Yacht chartern, andernfalls kommt eine Mitsegeltour infrage.

Hansestädte für Regentage

Ein Abstecher nach Lübeck, Rostock, Wismar oder Stralsund bringt Abwechslung zum Strand. Lübecks Altstadt gehört seit 1987 zum UNESCO-Welterbe. Das Holstentor und die sieben Kirchtürme prägen das Stadtbild. Lübecker Marzipan gilt als Spezialität der Stadt und lässt sich dort in vielen Geschäften probieren.

Auch Wismar und Stralsund lohnen sich für einen Stadtbummel. Ihre historischen Zentren wurden 2002 gemeinsam in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Gotische Bauwerke aus Backstein, Kirchen und alte Handelshäuser erinnern an die Bedeutung der Städte zur Hansezeit. Bei Regen bieten Museen, Theater und Kinos eine Alternative zum Strand. Informieren Sie sich vor Ort über aktuelle Angebote und mögliche Ermäßigungen.

Ostseeinsel nach Anreise wählen

Rügen, Usedom und Fehmarn eignen sich für einen Kurzurlaub mit Strand und Natur. Auf Rügen wechseln sich Buchten, Wälder und die Kreidefelsen ab. Usedom bietet einen rund 42 Kilometer langen Sandstrand sowie eine zwölf Kilometer lange Promenade von Bansin bis Swinemünde.

Auf Usedom führen die Peenebrücke bei Wolgast und die Zecheriner Brücke zur Insel. Wenn die Brücken für Schiffe geöffnet werden, wird der Verkehr unterbrochen. In der Hauptsaison kommt es außerdem zu Staus. Planen Sie für die Anfahrt daher einen Zeitpuffer ein. Fehmarn bietet Strände und Campingplätze am Meer; Wassersport gehört ebenfalls zum Angebot. Wenn Sie ohne Auto reisen, prüfen Sie die Zugverbindungen und den Weg von Bahnhof zu Unterkunft vor der Buchung.

Nebenkosten vorher prüfen

Rechnen Sie neben der Unterkunft auch Anreise, Parken und Verpflegung ein. Je nach Ort und Strandabschnitt können Kur- oder Strandbeiträge hinzukommen. Beim Camping können zusätzliche Kosten für Strom und Duschen anfallen; auch weitere Gebühren sind möglich. Prüfen Sie die Preisübersicht und informieren Sie sich bei der örtlichen Gästeinformation. So können Sie den Gesamtpreis besser einschätzen.